Tauben
Zusammenfassung
Wiener Hochflieger (“Jauker”)
Wiener Kiebitz
Altösterreichischer Tümmler
Wiener Röserlscheck
Wiener Weißschild
Wiener Gansel
Wiener Kurzschnäbler
Wiener Ziertümmler
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Diese Wiener Tauben waren im Bürgertum und bei Arbeitern sehr beliebt. Bauern hielten hingegen Farbentauben, Huhntauben, Kröpfer oder Mischlinge und dabei entstanden auch einige Österreichische Rassen: Huhnschecke (“Linzer Taube”), Österr. Weißschwanz, Fischertaube, Waldviertler Kröpfer, Ganslkröpfer und Österreichische Plätschertaube.
Florentiner und Malteser sind als deutsch-österreichische Rassen zu bezeichnen, da sie in diesem Gebiet veredelt wurde. Die österreichischen Haustauben sind in jedem Fall als lebendes Kulturgut zu betrachten, sei es wegen ihrer interessanten Geschichte, das außergewöhnlichen Flugverhaltens bzw. wegen des das attraktiven Erscheinungsbildes.
Die WIENER HOCHFLIEGER sind kleine, elegante Tiere und kommen in verschiedenen Farbschlägen vor. Sie werden in Jaukschlägen gehalten und der Züchter lässt sie einmal am Tag fliegen, wobei sie schneidig in große Höhe aufsteigen um dort senkrecht über dem Schlag stundenlang temperamentvollen Schwenks und “Achterwürfe” zu zeigen. Die Liebhaber veranstalten entsprechende Flugwettbewerbe, bei welchen es zu einer Bewertung des Flugstiles und der Dauer kommt.
Der WIENER KIEBITZ
Die Veranlagung zum Hochflug zeigt ansatzweise auch noch der (Alt) Wiener Kiebitz, der in seiner Gefiederfarbe tatsächlich an den gleichnamigen Vogel erinnert. Heute wird er oft als Altösterreichischer Tümmler beschrieben (er ist auch unter diesem Namen im Deutschen Rassetaubenstandard aufgenommen). Heute ist der Kiebitz aber mehr und mehr zu einer reinen Volieren- und Ausstellungstaube geworden, was für die meisten Taubenrassen gilt.
Der WIENER RÖSERLSCHECK
ist mittelschnäblig und weist annähernd einen Rundkopf auf. Er kennzeichnet sich durch ein weißes Rückenherz und einige weiße Federchen ("Röserl") im farbigen Flügelschild. Die Arader Tümmler sind eine Schwesternrasse, doch sie scheinen heute schon ausgestorben zu sein.
Das WIENER WEIßSCHILD
entspricht, wie der Kiebitz dem ursprünglichen Wiener Taubentyp, denn es handelt sich um kleine zarte Tauben mit einem Rundkopf. Weißschilder kommen farbgenetisch gesehen in zwei Zuchtlinien vor: Rote und Gelbe Tiere, welche einfärbig schlüpfen und mit der Zeit immer dunkler werden und andererseits Schwarze, welche bereits mit einem weißen Flügelschild schlüpfen.
Die WIENER KURZEN
sollen von Kiebitzen abstammen, die mit Berbertauben gekreuzt wurden. Es sind kleine gedrungene Tauben mit einem kurzen Steckschnabel und kantigem Kopf.
Das WIENER GANSL
hat sich neben den Wiener Kurzen zu einer eigenen Rasse entwickelt. Diese zutrauliche kurzschnäbelige Taube dessen Name, aufgrund der Zeichnung, von der gescheckten Pommerngan abgeleitet wurde.
Der WIENER TÜMMLER
auch: Wiener Ziertümmler, der den Schautyp des Wiener Hochfliegers darstellt, gibt es un-zählige Farbschläge. Der Oberkopf ist flach und kantig und die Schnabelwarzen sind wenig entwickelt.
Die HUHNSCHECKE
zeigt, dem Namen entsprechend, eine zwerghuhnähnliche Figur und eine attraktive, symmetrische Scheckungsform. Sie ist im Raum Linz entstanden und erfreut sich heute noch großer Beliebtheit.
FLORENTINER und MALTESER
sind zwar nicht am Gebiet des heutigen Österreich entstanden. Doch zur Zeit ihrer Entstehung gehörten die Gebiete zur österr.-ungar. k.&k. Monarchie. Auch deutsche Züchter - v.a. des bayrischen Raumes hatten Anteil daran, weshalb diese Rassen heute als deutsch-österr. Züchtungen angesprochen werden können.
Der ÖSTERR. WEIßSCHWANZ
ist bis auf den weißen Schwanz einfarbig, sonst Feldtaubenfigur. Er entstand in der Salzburger Gegend und wurde Mitter der 90iger Jahre speziell von Herrn Friedrich Klinger wiederbelebt.
Die FISCHERTAUBE
entstand im Raum Flachgau & dem angrenzenden Oberösterreich. Diese Rasse war von der Bildfläche verschwunden und sie wurde vor wenigen Jahren aus den Süddeutschen Schnippen wiedererzüchtet.
Der WALDVIERTLER KRÖPFER
mit seinem aufblasbaren Kropf ist eine Kropftaube, die seit jeher auf den Bauerhöfen im Grenz-gebiet Waldviertel-Tschechein gezüchtet wurde. Diese Rasse trägt auf schwarzer Grundfarbe eine typische weiße Scheckung.
Mit dem ÖSTERR. GANSLKRÖPFER
konnten einige engagierte Züchter eine alte und schöne Bauernnutztaube wiedererstehen zu lassen. Die lange Zuchtgeschichte ist auch mit Stopfpräparaten im naturhistorischen Museum in Wien dokumentiert.
Die ÖSTERR. PLÄTSCHERTAUBE
Findet schon bei Neumeister Erwähnung als eine alte Rasse, die heute auf wenige Einzeltiere zusammen-geschrumpft ist & es gilt zu hoffen, dass daraus wieder eine ansehnliche Zucht-gruppe geschaffen wird.
Inhalte
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