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Die „Pinzgauer Strahlenziege“ gilt als alte bodenständige Ziegenrasse des Salzburger und Tiroler Alpenraumes. Diese pechschwarzen und braunen Ziegen mit ihrer attraktiven Strahlenzeichnung waren bis in die 1940er Jahre noch häufig in den Gebirgsgauen von Salzburg und Tirol anzutreffen.
Die Strahlenziegen galten als sehr gute Milchziegen. Im Salzburger Pinzgau hatten sie den Ruf einer exklusiven Ziegenrasse und waren v.a. bei den großen Gütern anzutreffen. Zu Beginn der 1930er wurden die großrahmigen Ziegen sogar von Tirol in die Schweiz für den Bestandsaufbau der Bündner Strahlenziege exportiert. Das lässt auf das gute Zuchtmaterial schließen, vor allem, wenn man berücksichtigt, dass die Schweiz in Europa eine Vorreiterrolle bei der Ziegenzucht einnimmt.
Die Rassebereinigung im Dritten Reich machte jedoch auch vor den heimischen Ziegenrassen nicht halt und führte u.a. zu einem Haltungsverbot der Pinzgauer Strahlenziege. Erst 2002 wurden auf Initiative der ARCHE AUSTRIA - Verein zur Erhaltung gefährdeter Haustierrassen in Zusammenarbeit mit dem Salzburger Landesverband für Schafe und Ziegen erste Erhaltungsmaßnahmen ergriffen. Es gelang in weiterer Folge die Anerkennung als hoch gefährdete Ziegenrasse durch die ÖNGENE (Österreichische Vereinigung für Genreserven) und die Aufnahme in die Liste der geförderten Haustierrassen der Agrarumweltmaßnahmen (ÖPUL2007).
Heute findet man nur mehr vereinzelt Strahlenziegen in Salzburg, Osttirol, im Tiroler Oberland bzw. in der Südtiroler Grenzregion zu Nordtirol.




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