Altsteirer Huhn Weiß

Spartenbetreuerin

Dr. Irene Hochrathner
Höhenweg 6
4592 Leonstein

0660/9999902
irene.hochrathner@orchis.at

Rassestandard

Bei den Weißen Altsteirern handelt es sich um eine kräftige, mittelschwere Landhuhnform mit breiter Brust und fülligem Bauch. Durch mittellange Schenkel weisen die Hühner gute Beweglichkeit auf. Die Farbe ist bei beiden Geschlechtern ein reines, glänzendes Weiß, wobei typische Hähne im Hals- und Sattelgefieder einen leichten gelblichen Anflug zeigen. Die Hennen haben einen kleinen Wickelkamm und einen Schopf. Die Hähne besitzen einen kleinen, regelmäßig gezackten Einfachkamm, einen kleinen Federschopf und kurze Kehllappen. Der breite Schwanz weist reichlich Neben- und Hauptsicheln auf.

Verbreitung

Die Weißen Altsteirer findet man heute vor allem in Österreich, Deutschland und Slowenien.

Zuchtgeschichte

Ein elegantes Zwiehuhn mit Schopf aus der österreichisch-ungarischen Monarche

Bei den Altsteirerhühnern handelt es sich um eine alte Landhuhnrasse, die sowohl wegen ihrer Legeleistung als auch wegen ihres Fleisches gehalten wurde. Das Altsteirer Huhn ist also ein typisches Zwiehuhn. Es entwickelte sich über die Jahrhunderte aus verschiedenen, zum Teil behaubten Landhuhnschlägen im Gebiet der Ober- und Untersteiermark in der alten österreichisch-ungarischen Monarchie.

Ähnliche Rassen

Noch im vorigen Jahrhundert gab es verschiedene Farbschläge des Altsteirerhuhns, von denen heute noch der wildfärbige und der weiße Farbschlag erhalten sind.

Förderungen

Förderungen für gefährdete Geflügelrassen sind im ÖPUL-Programm nicht vorgesehen.

Leistungsdaten

Die Tiere erreichen bei den Hähnen bis zu 3 kg und bei Hennen bis zu 2,25 kg. Das Bruteier-Mindestgewicht liegt bei 55 g. Die Legeleistung beträgt etwa 180 elfenbeinfarbige Eier pro Jahr.

Wirtschaftlichkeit/Vermarktung

Vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst hinein legen die Hennen durchschnittlich etwa alle 2-3 Tage ein Ei. Im Winter wird die Legefreude geringer, während der Mauser muß der Hühnerhalter auf sein Frühstücksei des öfteren verzichten. Sucht eine Henne ein Nest zur Eiablage auf, wird sie zumeist von einem Hahn begleitet, der die ganze Zeremonie auch akustisch untermalt. Für Halter von Altsteirern ist dazu jeden Tag Ostern, da die Hennen auch bei der Wahl ihrer Nester Individualität und Freiheitsliebe beweisen – sei es im Dornengebüsch, am Heuboden, in einem alten Kasten oder in Gebläseröhren.

Erfahrungsberichte

„Obwohl wir uns durch die Lage unseres Hofs in einer sehr naturnahen Landschaft von vornherein auf größere Verluste durch Beutegreifer eingestellt hatten, blieb unsere weiße Hühnerschar trotz ihrer auffälligen Färbung seit über zwei Jahren nahezu vollständig.“ „In der allerletzten Lehrstunde, die eine nicht im Stall brütende Henne für ihre Jungen hielt, führte sie diese in den Hühnerstall hinein, den die Jungen bis dato noch überhaupt nicht kannten. Diese nahmen ihr neues Zuhause sofort an.“ Reni und Peter Hochrathner, Hubenberghoh

Eignung und Haltung

Freiheitsliebendes Hühnervolk

Um glücklich und leistungsfähig zu sein, braucht ein Altsteier Huhn einen gut strukturierten Lebensraum mit extensiven Wiesenbereichen, Hecken, Gebüschen und (Obst-) Bäumen für Nahrungssuche und Deckung, Sand- und Schotterflächen zum Sandbaden und besonnte Böschungen zur Anlage von „Sonnennestern“. Sie sind das ganz Jahr über - auch im Winter – aus ganzem Herzen gerne draußen. Bei hohem Schnee bahnen sie sich tiefe Furchen vom Stall zu ihren Lieblingsplätzen. Grundsätzlich brauchen Altsteirer weite Flächen ohne Umzäunung, auf denen sie ungehindert ihrer liebsten Tätigkeit, der intensiven Nahrungssuche, frönen können. Trotzdem legen sie größten Wert auf verlässliche Fütterung im Stall – wenn diese einmal ihren Vorstellungen nicht entspricht, so machen sie dies in Form einer Hühner-Abordnung vor dem Hauseingang deutlich. Um Störungen zu entgehen, können sie weit fliegen - oft über hundert Meter - und baumen dabei sogar auf Hausdächern auf. Deshalb sind auch hohe Zäune kein Hindernis, wenn die Tiere genügend Möglichkeit zum Aufsteigen haben. In den Mittagsstunden wird Siesta gehalten, die sie bei guter Witterung liebend gerne in ihren eigens auf Sonnenhängen sorgfältig angelegten „Sonnennestern“ verbringen. Etwa zwischen 16.00 und 18.00 Uhr, je nach Jahreszeit, ist für sie der Tag zu Ende. Obwohl sie Freiland-Fetischisten sind, gehen sie dann meist verlässlich in den Stall.

Geborene Mütter

Altsteierer Hühner sind verantwortungsvolle und umsichtige Mütter. Sie haben Gott sei Dank noch einen ausgezeichneten Bruttrieb und können bis zu drei Bruten im Jahr zeitigen. Die ersten Tage verbringt die Henne mit ihren Küken im Stall oder in anderen geschützten Bereichen. Bereits jetzt lernt sie den Kleinen, eifrig nach Nahrung zu suchen, wie etwa Spinnen oder kleine Käfer. Dann marschiert die Glucke mit ihren durchschnittlich 5-15 Küken hinaus ins Freiland. Nun beginnt das Überlebenstraining, das die allermeisten der Jungen schaffen. Von der Mutter lernen sie nämlich auch das überlebenswichtige Feindverhalten.

Outdoor-Überlebenskünstler

Die Altsteirer – auch der weiße Farbschlag – legen ein erstaunliches Feindverhalten an den Tag: Auf jeden (Greifvogel-)Schatten reagieren sie sofort mit dem Verschwinden in Deckungen wie dichte Gebüsche, Dornengestrüppe oder Hochstaudenfluren. Deshalb ist es für ihr Überleben sehr wichtig, einen in dieser Hinsicht gut strukturierten Lebensraum nutzen zu können. Nähern sich unbekannte Menschen oder Tiere der Hühnerschar, bilden die Hennen einen dichten Pulk und die Hähne stellen sich schützend davor.


Altsteirer Huhn Wildbraun

Rassestandard

Das Wildbraune Altsteirer Huhn ist eine bewegliche, vitale und mittelschwere Landhuhnrasse. Ein typisches Merkmal ist der Wickelkamm und der kleine Schopf bei der Henne. Die Hähne besitzen einen kleinen, regelmäßig gezackten Einfachkamm, einen kleinen Federschopf und kurze Kehllappen. Der breite Schwanz weist reichlich Neben- und Hauptsicheln auf.

Verbreitung

Die Wildfärbigen Altsteirer findet man heute vor allem in Österreich und Deutschland.

Zuchtgeschichte

Ein elegantes Zwiehuhn mit Schopf aus der österreichisch-ungarischen Monarche

Bei den Altsteirerhühnern handelt es sich um eine alte Landhuhnrasse, die sowohl wegen ihrer Legeleistung als auch wegen ihres Fleisches gehalten wurde. Das Altsteirer Huhn ist also ein typisches Zwiehuhn. Es entwickelte sich über die Jahrhunderte aus verschiedenen, zum Teil behaubten Landhuhnschlägen im Gebiet der Ober- und Untersteiermark in der alten österreichisch-ungarischen Monarchie.

Ähnliche Rassen

Noch im vorigen Jahrhundert gab es verschiedene Farbschläge des Altsteirerhuhns, von denen heute noch der wildfärbige und der weiße Farbschlag erhalten sind.

Förderungen

Es gibt keine Förderungen für Geflügelrassen.

Leistungsdaten

Hähne haben ein Gewicht von mindestens 2,5 kg, Hennen von mindestens 2 kg. Die Legeleistung pro Jahr beträgt mindestens 150 elfenbeinfarbene Eier mit einem Gewicht von mindestens 55 g.

Wirtschaftlichkeit/Vermarktung

Vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst hinein legen die Hennen durchschnittlich etwa alle 2 Tage ein Ei. Im Winter wird die Legefreude geringer, während der Mauser muß der Hühnerhalter auf sein Frühstücksei des öfteren verzichten.

Eignung und Haltung

Freiheitsliebendes Hühnervolk Um glücklich und leistungsfähig zu sein, braucht ein Altsteier Huhn einen gut strukturierten Lebensraum mit extensiven Wiesenbereichen, Hecken, Gebüschen und (Obst-) Bäumen für Nahrungssuche und Deckung, Sand- und Schotterflächen zum Sandbaden und besonnte Böschungen zur Anlage von „Sonnennestern“. Sie sind das ganz Jahr über - auch im Winter – aus ganzem Herzen gerne draußen.

Grundsätzlich brauchen Altsteirer weite Flächen ohne Umzäunung, auf denen sie ungehindert ihrer liebsten Tätigkeit, der intensiven Nahrungssuche, frönen können. Um Störungen zu entgehen, können sie weit fliegen - oft über hundert Meter - und baumen dabei sogar auf Hausdächern auf. Deshalb sind auch hohe Zäune kein Hindernis, wenn die Tiere genügend Möglichkeit zum Aufsteigen haben. In den Mittagsstunden wird Siesta gehalten, die sie bei guter Witterung liebend gerne in ihren eigens auf Sonnenhängen sorgfältig angelegten „Sonnennestern“ verbringen. Etwa zwischen 16.00 und 19.00 Uhr, je nach Jahreszeit, ist für sie der Tag zu Ende. Obwohl sie Freiland-Fetischisten sind, gehen sie dann meist verlässlich in den Stall.

Literatur

Pensold, P. (2001): Ein steririscher Hühnerhof - Altsteirer und Sulmtaler. Im Eigenverlag des Autors, Tobelbad.